Fechten zwischen Lockdown und Mobilität


Die Fechter des FechtZentrum Solingen stehen „Waffe bei Fuß“, wenn es um die Teilnahme an Turnieren geht. Doch auf Grund der corona-bedingten Einschränkungen liegt das Turniergeschäft weiterhin darnieder. Ein Zustand der der ernsten Lage geschuldet ist, für die Sportlerinnen und Sportler jedoch ein

großes Defizit bedeutet.

Die EM-Teilnehmer des vergangenen Jahres in Porec (Kroatien), Lisa Marie Löhr und Kassian Meier, beide Degenfechter, äußerten sich auf die Frage: Wie wichtig sind Turniere für Dich und welche Erfahrungen bringen Dich weiter? Lisa Marie Löhr dazu: „Turniere dienen mir in verschiedenen Formen. Während ich

zum Beispiel Landesturniere gerne als gutes Training nutze, brauche ich sie auch, um mich für nationale Turniere zu qualifizieren. Grundsätzlich mag ich das Flair der Wettkämpfe, ob im In- oder Ausland, sehr. Es ist auch der Austausch zu anderen Fechterinnen, Vereinen und Nationen, der immer wieder schön ist.“


Kassian Meier zur gleichen Frage: „Ich liebe es, mich mit anderen Fechtern zu vergleichen. Deshalb sind Turniere für mich das Wichtigste beim Fechten. Mit dem Gegner zu kämpfen, zu zeigen was ich kann und im Idealfall das Gefühl, dass sich die harte Arbeit ausgezahlt hat, machen diesen Sport so genial. Gewinnen fühlt

sich natürlich zunächst mal am besten an, am meisten motivieren mich aber Niederlagen. Aus Niederlagen - je härter desto besser - lerne ich am meisten. Durch sie erkenne ich meine Schwächen und kann an ihnen arbeiten.“


Die Fechterinnen und Fechter sehnen sich also nach der Herausforderung des sportlichen Wettstreits, vor allem wenn man bedenkt, dass die Spitzenfechter normalerweise fast wöchentlich bei nationalen und internationalen Turnieren antreten. „Zur Zeit bleibt den Sportler*innen nurmehr das häusliche Training,“ so Daniel

Certa, 1. Vorsitzender des FechtZentrum Solingen, „um sich fit zu halten, in der Hoffnung, dass in absehbarer Zeit wieder Vereinstraining und Turniere stattfinden können.“


Und auch der Fechtbus, unerlässlich für die Mobilität der Athleten und Betreuer, fristet derzeit ein ruhiges Dasein und wartet auf die nächsten Einsätze. Thomas Schönauen, Autohaus Schönauen, und Daniel Certa sind sich einig: Die bestehende Mobilitätspartnerschaft verbindet uns, auch in schwierigen Zeiten. Beim Besuch der EM-Teilnehmer und Vereinsvorstand im Autohaus Schönauen in der Kottendorfer Str., Solingen-Ohligs, wurde die Partnerschaft bekräftigt. Sobald es die allgemeine Lage zulässt, sollen die Fechter*innen ihren Sport im Autohaus den Kunden und Besuchern präsentieren.


[KD]

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