Fecht-Ass ist begeistert: „Total beeindruckende Szenerie“
- vor 14 Stunden
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Jakob Stange feiert in Hongkong seine Premiere bei den Senioren-
Weltmeisterschaften.
Die ersten Weltmeisterschaften als Senior werden Jakob Stange in steter Erinnerung
bleiben. „Das war die coolste Halle, in der ich jemals war“, sagt der 20-Jährige, der als
Jugendlicher und Junior schon in vielen Arenen auf der ganzen Welt gefochten hat. In
Hongkong wurde all das in den Schatten gestellt – alleine die eigenen Ergebnisse konnten
das überragende Gefühl nicht spiegeln. „Okay, aber nicht richtig zufriedenstellend“, meinte
der Degenfechter zu Platz 103 der 225 Starter im Einzel und zu Rang 23 mit der deutschen
Auswahl.
Die Atmosphäre in der Halle mit riesigen Bildschirmen und auch ansonsten bester
Ausstattung hatten es dem zweimaligen Deutschen Jugendmeister angetan: „Eine total
beeindruckende Szenerie.“ Alles sei so super professionell gewesen, wie man es sich für
eine WM vorstellt und wünscht.
Im Einzel legte der Solinger in der Vorrunde eine 4:2-Bilanz hin, überstand die erste K.o.-
Runde per Freilos und musste sich im 128er-Feld einem starken Dänen geschlagen geben –
12:15 hieß es aus Sicht von Stange. Für die deutsche Mannschaft war nach einem Auftakt-
Sieg die Formation von Israel die Endstation. Bis in die finale Phase hinein gestaltete sich
das Duell ausgeglichen, ehe sich der zweifache Solinger Sportler des Jahres und seine auf
Offensive setzende Mannschaft doch geschlagen geben mussten.
Israel blieb in der Konkurrenz von 45 Teams in Schwung und wurde Vierter. „Wir hätten sie
schlagen und dann auch ihren Weg übernehmen können. So ähnlich war es bei mir auch im
Einzel“, haderte Jakob Stange, der aber noch ein „absolutes Highlight“ erleben durfte.
Ganz dicht dran am besonderen Triumph
Und das war das sensationelle Gold von Säbelfechterin Larissa Eifler. „Wir haben uns
unglaublich für sie gefreut – als deutsche Mannschaft waren wir sehr zusammengewachsen
und hautnah mit dabei“, schwärmte Stange vom Zusammenhalt und den Momenten des
Triumphs durch die Teamkollegin – endlich hatte der Deutsche Fechter-Bund wieder mal
was zu feiern. „Ich durfte so etwas erstmals live erleben, eine ganz große Sache“, hatte das
Aushängeschild des Fechtzentrums Solingen die Möglichkeit, mit der neuen Weltmeisterin
zu jubeln und zu sprechen.
„Das ist gut fürs Fechten in Deutschland“, weiß Stange, der nach wie vor in Ohio/USA
studiert, den größten Teil des Sommers aber in der Klingenstadt verbringt. Wo auch viel
Sport inklusive Fechteinheiten mit Heimtrainer Falk Spautz auf dem Programm steht. Damit
der Drittplatzierte der deutschen Rangliste weiterhin international hochkarätige
Erfahrungen sammeln darf wie in Hongkong.

Quelle: Solinger Tageblatt vom 31.07.2026 / Text: Jürgen König / Foto: JS












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