Fechtzentrum gewinnt bundesweit an Bedeutung
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Anlässlich der NRW-Meisterschaften gibt es an der Wittkulle eine besondere Auszeichnung. Und etliche Medaillen für die Solinger.
Wer die Solinger Klinge und den Lawrence-Gough-Cup mit riesigen Teilnehmerfeldern erfolgreich über die Bühne gebracht hat, dem musste auch nicht vor der Ausrichtung der NRW-Meisterschaften bange sein. Zumal zwei Altersklassen ausgegliedert waren. Dennoch hatte das Fechtzentrum Solingen förmlich den Titelkämpfen in den Sporthallen der Friedrich-Albert-Lange-Schule entgegengefiebert. Schließlich sollte es eine besondere Auszeichnung für den Verein von der Wittkulle geben. Er wurde zum Landesstützpunkt mit nationaler Bedeutung ernannt. Ein Ergebnis steter Weiterentwicklung.
Das meint die Fachfrau:
"Wir wollen mit unserer Zertifizierung die dezentralen Standorte stärken und dem Niveau auf internationaler Ebene gerecht werden", erklärte Julia Doerfer, Leistungssportreferentin für den Nachwuchs im Deutschen Fechterbund. Dieser, die Landesverbände, das zuständige Bundesministerium und der Deutsche Olympische Sportbund haben als bedeutende Gremien zusammen gearbeitet, um zu einer transparenten und zielführenden Struktur zu gelangen.
"Die Nachwuchsförderung soll gezielt ausgerichtet werden", war die Kunde von Doerfer und richtete sich gezielt an den Standort Solingen - dort sind die leistungsbezogenen Kriterien auf fruchtbaren Boden gestoßen. Neun Mal wurde die nationale Bedeutung verliehen, die Klingenstadt als Teil des Landesverbandes NRW gehörte dazu.
Das betont der OB:
Daniel Flemm (CDU) freute sich sehr darüber, dass die gute Arbeit über Solingen hinaus landes- und bundesweit auf Anerkennung stößt. "Die Bedeutung ist nur möglich, wenn Menschen vor Ort in diesem Fall das Fechten leben und umsetzen", gab es vom Oberbürgermeister ein riesiges Kompliment Richtung der Fechtzentrum-Akteure. Und Flemm legte nach: "Es gibt keine Sportart, die physisch besser passt zu Solingen als Klingenstadt." Dafür und generell für den Sport sei die Unterstützung durch Politik und Verwaltung gegeben.
Das sagt der Vorsitzende:
Jörg Heiles stellte das Ehrenamt heraus. "Das macht den Verein aus." Und rückte all die in den Fokus, die es möglich machen würden, dass man es wie erforderlich gestalten könne. So auch die Friedrich-Albert-Lange-Schule, der die größte Rolle zukomme.
So lief es sportlich:
Das Fechtzentrum hatte einmal mehr einen hochkarätigen Rahmen geboten. So wurden bei gewohnt bester Organisation die Gefechte ab dem Halbfinale auf der attraktiven Hochbahn ausgetragen.
Dort durften die jüngsten Starterinnen jubeln, ein Solinger U11-Duo sorgte für den Doppelsieg. Der NRW-Titel ging an Jael Pichtemann, die im Halbfinale ihre Leverkusener Dauerrivalin Marie Merbecks mit 10:5 bezwang und das finale Duell mit 10:8 für sich entschied - gegen ihre Solinger Clubkameradin Chiara Terracina, die das Rennen lange offen hielt und sich mit der Vizemeisterschaft belohnte.
Bei den Senioren gab es ebenfalls zwei Medaillen, wenn auch keine goldener Natur war. Der Leverkusener Lukas Bellmann, Erster der deutschen Rangliste, schaltete zunächst Leandro Macchiano mit 15:9 im Halbfinale aus. Dann musste sich mit Julius Dehn ein weiterer Fechtzentrum-Leistungsträger mit 7:15 geschlagen geben. Dieser durfte nach dem stark geführten Gefechten im 40-köpfigen Teilnehmerfeld ebenso mit Silber zufrieden sein wie Youngster Macchiano mit Bronze.
Teams runden den guten Auftritt ab
Ebenfalls Silber durfte Sara Libralato bei den Seniorinnen mit nach Hause nehmen. Erst im Finale war gegen die deutsche Ranglisten-Siebte Fiona Müller vom TSV Bayer 04 Leverkusen Endstation - 12:15 hieß es aus Sicht der 18-jährigen FALS-Sportschülerin, die noch für die U20-Juniorinnen startberechtigt ist. Milana Korobova beendete die Konkurrenz unter 27 Teilnehmerinnen auf Rang sieben.
In der U13 glänzte Anna Nefeli Alexandraki mit Platz drei, Sechste wurde Ilenia Battaglia. Das vornehmlich aus U15 Fechterinnen bestehende U17-Quartett mit Valeria Simone, Helena Reinartz, Hanna Streufert und Ronja Bensberg gewann im Mannschaftswettbewerb ebenfalls Bronze.
Mit Silber rundeten Benno Meier, Florian Bali, Eric Schütz und Lukas Reppert den Medaillenreigen eines gelungenen Turniers ab - das durch die Zertifizierung von höchster Stelle als ein besonderes in die Historie des Fechtzentrum Solingen eingehen wird.
Quelle: Solinger Tageblatt vom 12.03.26 / Text: Jürgen König / Foto: Christian Beier

Ein besonderes Schild, das Freude auslöst – bei Magdalene Möhring (v. l., Sportbund), Julia Doerfer (Fechter-Bund), Christian Rieger (Fechten NRW), Oberbürgermeister Daniel Flemm, Olaf Noll (FALS), Jörg Heiles ( Fechtzentrum), Ernst Lauterjung (Sportausschuss), Dirk Stange (FZ), Guido Baron-Buß (Stadtdienst), Falk Spautz, Michaela Lürken, Maryna Nekrylova (alle FZ).












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